Pionierarbeit in der Kardiologie:
Wie das Universitäre Herz- und Gefäßzentrum Frankfurt
die Herzprävention neu definiert.
Die Zukunft der Herzmedizin beginnt am Universitätsklinikum Frankfurt (UKF) nicht erst im Behandlungsraum, sondern direkt in der Eingangshalle. Hier verfolgt die kardiologische Abteilung unter der visionären Leitung von Univ.- Prof. Dr. med. David Leistner und dem Team des Universitären Herz- und Gefäßzentrums eine klare Mission: Eine moderne Präzisionsmedizin, die individuell und hochgradig personalisiert auf die Patient:innen zugeschnitten ist. In einer Zeit, in der Patient:innen oft drei Monate auf einen Termin zur Vorsorge warten müssen, hat das UKF damit einen wegweisenden Pfad eingeschlagen, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits im Keim zu ersticken.
Die Vision der Exzellenz: Univ.- Prof. Dr. med. Leistner und die Präzisionsmedizin
Am Universitären Herz- und Gefäßzentrum des Universitätsklinikums Frankfurt beginnt Innovation an der Spitze. Unter der Leitung von Univ.- Prof. Dr. med. Leistner, einem führenden Experten für interventionelle Kardiologie und Vorreiter in der modernen Herzmedizin, hat die Abteilung einen klaren Fokus: Präzisionsmedizin.
Für Univ.- Prof. Dr. med. Leistner ist jede Patientin und jeder Patient ein Individuum; sein Ziel ist eine personalisierte Behandlung, die exakt auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Gemäß dem Klinik-Motto „Aus Wissen wird Gesundheit“ treibt Univ.- Prof. Dr. med. Leistner die kardiologische Forschung und Versorgung auf höchstem internationalem Niveau voran.
Diese Exzellenz bildet das Fundament für Projekte wie den e-Heart-Cube, der unter seiner Federführung in Kooperation mit Dr. rer. med. Maria Zisiopoulou und dem Technologiepartner MedicubeX realisiert wurde.
Einfache Vorsorge statt langer Wartezeiten
Das Problem ist bekannt: Kardiovaskuläre Erkrankungen könnten durch gezielte Prävention oft verhindert werden.
Doch die Möglichkeiten für eine schnelle, unkomplizierte Messung der kardiologischen Risikoparameter fehlten bisher. Hier setzt der e-Heart-Cube von MedicubeX an und bietet eine innovative Lösung.
Dr. rer. Med. Zisiopoulou, Clinical Managerin und Expertin für kardiologische Versorgungsforschung am UKF, beschreibt die Notwendigkeit dieses Schrittes:
– „Die Patient:innenzahlen steigen und die Ressourcen werden ständig begrenzter. Wir müssen die Bevölkerung sensibilisieren und einfache Wege schaffen, damit Erkrankungen erkannt werden, bevor sie eine stationäre Behandlung oder gar einen Notfall erforderlich machen.”
Der e-Heart-Cube von MedicubeX in der Eingangshalle des UKF löst dieses Problem.
Er bietet allen Besucher:innen die Möglichkeit, die eigenen kardiologischen Gesundheitsparameter in Echtzeit zu erfahren – ohne bürokratische Hürden oder Wartezeiten.
Den Kreislauf schließen: Ein digitaler Patientenpfad
Der e-Heart-Cube bietet eine holistische Sicht auf die Gesundheit.
In der privaten und abgeschirmten Kabine des Cubes können Nutzer:innen diskret und ohne den Stress eines klassischen Arztbesuchs – und damit ohne den verfälschenden „Weißkittel-Effekt“ – eine Vielzahl von Messungen selbstständig vornehmen.
Dies stärkt die Eigenverantwortung und schärft das Bewusstsein für den eigenen Körper.
Innerhalb weniger Minuten werden die Vitalparameter erfasst, wobei die Ergebnisse sofort als Ausdruck vorliegen, ohne dass medizinisches Personal anwesend sein muss.
Doch der Patientenpfad geht hier noch entscheidend weiter: Er schließt den klinischen Kreislauf (den „Loop“), indem eine Brücke zwischen der Vorsorge in der Empfangshalle und der weiterführenden medizinischen Behandlung geschlagen wird.
Zu den gemessenen Parametern gehören:
Körpertemperatur
Blutdruck, Puls
Körperfettanteil, Grundumsatz
AGE-Reader: Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) und Typ-2-Diabetes
Atemfrequenz
EKG: HRV, HR, Rhythmusanalyse, Arrhythmieerkennung
Oxygen saturation (SpO2)
Gewicht
Zusätzlich beantworten die Nutzer:innen Fragen zu ihrem aktuellen körperlichen Aktivitätslevel sowie zu ihrer Lebensqualität.
Diese Kombination aus objektiven Messwerten und subjektiven Angaben hilft dabei, einen präzisen Risikowert (Risk Score) zur kardiologischen Risikostratifizierung zu erstellen.
QR-Code ermöglicht schnellen Zugang zum Arzt
Am Ende des Ausdrucks befindet sich ein QR-Code, über den die Nutzer:innen ihre persönlichen Messwerte mit Referenzwerten abgleichen können.
Sollten die Messergebnisse auffällig sein, das heißt, wenn zwei definierte Parameter die festgelegten Grenzwerte überschreiten, wird dazu aufgefordert, einen Termin in der kardiologischen Ambulanz zu vereinbaren.
Dr. rer. Med. Zisiopoulou erläutert den entscheidenden Vorteil dieser digitalen Brücke:
– „Dass man gleich auch einen Termin bei uns in der kardiologischen Ambulanz machen kann ist schon etwas, wo wir versucht haben, auch diesen Loop zu schließen und die Möglichkeit geben möchten, auch nicht nur die Vitalparameter zu messen und zu sehen, sondern auch dann den nächsten Schritt zu gehen.”
Von der Messung zur Risikostratifizierung
Ein zentrales Element des Konzepts ist die systematische Risikobewertung (Risk Certification).
Datenerfassung: Der Cube misst Vitalparameter präzise mittels modernster, integrierter Medizinprodukte.
Referenzwert-Vergleich:Über einen QR-Code erhalten Nutzer:innen Zugang zu klinisch definierten Referenzwerten. So lässt sich auf einen Blick erkennen, ob die eigenen Ergebnisse im Normbereich liegen oder ob ein fachärztlicher Abklärungsbedarf besteht.
Kreislauf schließen: Bei Bedarf kann als nächster Schritt im Patientenpfad direkt ein Termin in der kardiologischen Ambulanz des UKF zur weiteren Abklärung gebucht werden.
Beeindruckende Bilanz der Machbarkeitsstudie
Die Resonanz der letzten neun Monate ist überwältigend und belegt den Erfolg der Machbarkeitsstudie am UKF:
Über 5.500 Nutzer:innen haben das Angebot bereits wahrgenommen.
1.200 Anwender:innen stellten ihre Datensätze freiwillig über einen sicheren Kanal für Forschungszwecke zur Verfügung.
150 Terminanfragen erfolgten über den QR-Code zur weiteren Abklärung.
Messbare klinische Erfolge:
Das Team der kardiologischen Ambulanz konnte bereits 17 Neudiagnosen stellen
bei 21 Patient:innen wurde die Medikation optimiert oder neu eingestellt
in einem Fall konnte eine notwendige Intervention eingeleitet werden.
Besonders erfreulich: Trotz der hohen Frequentierung im öffentlichen Raum gab es keinen Vandalismus. Der Cube wird von der Bevölkerung als Gesundheitsangebot respektiert und geschätzt.
Der Forschungsaspekt: Unerwartete Bereitschaft zur Datenspende
Der e-Heart-Cube ist weit mehr als ein reines Screening-Tool – er fungiert als wertvolle Quelle für die kardiologische Versorgungsforschung.
Im Dezember 2025 wurde ein sicherer, digitaler Datenübertragungsweg implementiert. Am Ende jeder Messung werden die Nutzer:innen gefragt, ob sie ihre anonymisierten Daten der Kardiologie des UKF für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stellen möchten.
Die Resonanz übertraf die Erwartungen bei Weitem. Innerhalb weniger Monate kamen über 1.200 freiwillig gespendete Datensätze zusammen. Dr. rer. med. Zisiopoulou zeigt sich besonders beeindruckt:
– „Wir waren sehr überrascht, dass die Nutzer:innen uns ihre Daten zur Verfügung stellen. Es ist der eine Schritt, Vitalparameter für sich selbst zu messen und sich zu sensibilisieren. Aber dann tatsächlich auf den Knopf zu drücken und zu sagen: ‚Ja, ich stelle meine Daten dem Universitätsklinikum Frankfurt bereit‘, war für uns ein extrem positiver Aspekt. Man ist nicht nur bereit, sich selbst zu screenen, sondern hilft aktiv dabei, die Forschung voranzutreiben.”
Diese sogenannten „Real-World Data“ sind für das Team von unschätzbarem Wert.
Erste Analysen der anonymisierten Messdaten ergaben, dass die ermittelten Risikowerte (Risk Scores) stark den Bevölkerungsstatistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ähneln. Dies belegt nicht nur, dass der Cube von einem repräsentativen Querschnitt der Gesellschaft genutzt wird, sondern bestätigt auch die hohe Validität der verbauten Medizinprodukte.
Mit diesem wachsenden Datenpool verfolgt das UKF klare Ziele: Die Ergebnisse fließen direkt in weitere Forschungsprojekte sowie in die medizinische Validierung neuer und etablierter Risikostratifizierungsmethoden ein.
In Zusammenarbeit mit MedicubeX wird zukünftig ein noch präziserer „Patient Pathway“ entstehen, bei dem Patient:innen langfristig ihre gesundheitliche Entwicklung digital und lückenlos nachverfolgen können.
Ein starkes Miteinander: Technologie und Partnerschaft im Einklang
Ein häufiges Bedenken bei technologischen Innovationen im Gesundheitswesen ist die Sorge, dass Fachkräfte durch Maschinen ersetzt werden. Dr. rer. med. Zisiopoulou stellt jedoch klar, dass der e-Heart-Cube menschliche Expertise keineswegs überflüssig macht.
Vielmehr entlastet das System den Klinikalltag gezielt:
– The use of the e-Heart-Cube does not replace healthcare professionals. On the contrary, it allows us to save time by automating the routine measurements so that the medical staff can take on highly specialized tasks.
This successful interplay between human and machine would be unthinkable without the right technology partner. The rapid success of the project is inseparably linked to the close cooperation between the UKF and MedicubeX. Dr. Maria Zisiopoulou praises the professionalism and agility demonstrated during the collaboration:
– „Durch die Nutzung des e-Heart-Cubes wird das medizinische Fachpersonal nicht ersetzt. Es ist im Gegenteil eine Botschaft des Miteinanders: Wir erreichen dadurch eine Zeitersparnis, sodass die Mitarbeiter:innen sinnvollere, hochspezialisierte Aufgaben übernehmen können, während die Technik die Routine-Messungen übernimmt.” Dieses erfolgreiche Zusammenspiel von Mensch und Maschine wäre ohne den passenden Technologiepartner nicht denkbar. Der rasche Erfolg des Projekts ist untrennbar mit der engen Kooperation zwischen dem UKF und MedicubeX verknüpft. Dr. rer. med. Zisiopoulou lobt die Professionalität und Agilität bei der Umsetzung: – „Die Zusammenarbeit mit MedicubeX ist eine sehr starke Partnerschaft, die mit sehr viel Innovationskraft, Professionalität und Liebe zum Detail verbunden ist. Das Team ist gefühlt 24/7 erreichbar. Egal, welche Herausforderung auftritt, es wird sofort nach einer Lösung gesucht und diese unmittelbar implementiert. Diese Agilität ist der Grund, warum wir in so kurzer Zeit so beeindruckende Meilensteine erreicht haben.”
Die Vision: e-Heart-Cube 2.0 und ein Modell für die Zukunft
Nach dem Besuch der hessischen Gesundheitsministerin und der breiten medialen Aufmerksamkeit richten Univ.- Prof. Dr. med. Leistner und Dr. rer. med. Zisiopoulou den Blick nach vorn.
Ein wichtiger nächster Schritt ist eine Cost-Effectiveness-Analyse, um die finanziellen Entlastungen für das Gesundheitssystem durch gezielte Prävention messbar zu machen. Parallel dazu ist die Entwicklung des „e-Heart-Cube 2.0“ mit erweiterten Funktionen geplant, um eine noch präzisere Risikostratifizierung zu ermöglichen.
Aufgrund der durchweg positiven Erfahrungen sieht Dr. rer. med. Zisiopoulou ein enormes Potenzial für die gesamte deutsche Krankenhauslandschaft und rät zur Nachahmung:
– „Ich würde den e-Heart-Cube auch anderen Kliniken und Universitätskliniken empfehlen, weil man dadurch diese ganzen Möglichkeiten der einfachen Nutzung zur Verfügung stellen kann und man sie auch an die Gegebenheiten vor Ort anpassen kann.”
Mit diesem zukunftsweisenden Projekt hat das Universitätsklinikum Frankfurt eindrucksvoll bewiesen, dass innovative Prävention nicht nur machbar ist, sondern effektiv Leben rettet und das Gesundheitssystem nachhaltig entlastet.
Doch die Ambitionen gehen weit über das UKF hinaus. Die Vision ist eine großflächige Skalierung: Der e-Heart-Cube soll als Standard für die kardiovaskuläre Vorsorge im gesamten Rhein-Main-Gebiet etabliert werden.
– „Wir möchten den e-Heart-Cube nicht nur hier bei uns am Universitätsklinikum Frankfurt nutzen, aber auch in Frankfurt und in der Frankfurter Umgebung ausrollen”, bekräftigt Dr. rer. Med. Zisiopoulou.
„Wir sind davon überzeugt, dass die MedicubeX-Lösung wirklich bahnbrechend ist und das Potenzial hat, sich zu einer weltweit führenden Selbstmessstation und einem nicht-invasiven Screening-Tool für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes zu entwickeln.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache. Dennoch gibt es noch keine einfache Lösung für Prävention und Vorsorgeuntersuchungen. MedicubeX hat das Potenzial, diese große Lücke zu schließen.
Univ.-Prof. Dr. med. David M. Leistner,
Direktor für Kardiologie und Angiologie
Universitätsklinikum Frankfurt